Regelung zum Nachteilsausgleich

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Ein Studium mit Behinderung oder chronischer Erkrankung kann Sie vor einige Herausforderungen stellen. Es können Benachteiligungen infolge Ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung auftreten. Um diese Benachteiligungen auszugleichen, haben Sie als Studentin oder Student mit gesundheitlicher Beeinträchtigung Anspruch auf individuelle Nachteilsausgleiche. Nutzen Sie Ihr Recht auf ein chancengleiches Studium.

Studierende mit längerfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigung haben Anspruch auf Nachteilsausgleiche, diese sollen individuelle und situationsbezogene, beeinträchtigungsbedingte Ungleichheiten kompensieren. Somit ist eine chancengleiche Teilhabe am Studium und an Prüfungen sichergestellt. Nachteilsausgleiche gibt es zum Beispiel in Form von angepassten Prüfungsarten, einer Zeitverlängerung in Prüfungssituationen oder einer Nutzung von technischen Hilfsmitteln.

Beantragung eines Nachteilsausgleichs

Um einen Nachteilsausgleich im Studium oder in Prüfungen in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie bei Ihrem jeweiligen Prüfungsausschuss einen formlosen, schriftlichen Antrag stellen. Darin müssen Sie die Folgen Ihrer Beeinträchtigung beschreiben, ohne dabei die Diagnose nennen zu müssen. Außerdem müssen Sie einen Vorschlag unterbreiten, wie ein passender Nachteilsausgleich für Sie aussehen könnte. Zusammen mit Ihrem Antrag reichen Sie einen Nachweis über Ihre gesundheitliche Beeinträchtigung ein.

Nachteilsausgleiche, die Ihnen für Ihr Studium oder für Prüfungen aufgrund Ihrer Beeinträchtigung gewährt werden, dürfen nicht in Zeugnissen erwähnt werden.

  • Frist: Ihren Antrag an den Prüfungsausschuss sollten Sie frühzeitig (vier bis sechs Wochen im Voraus) einreichen, da die Prüfung des Antrags und mögliche Nachfragen Zeit benötigen.
  • Ausgleich für mehr als ein Studienfach: Wenn Sie mehrere Fächer gleichzeitig studieren, zum Beispiel im Lehramtsstudium, müssen Sie Ihre Nachteilsausgleiche für jedes einzelne Studienfach beim jeweiligen Prüfungsausschuss beantragen.
  • Hinweis Lehramt: Wenn Sie in einem Lehramtsstudiengang studieren, müssen Sie für Prüfungen auf Landesebene Ihren Antrag bei der staatlichen Prüfungsbehörde (LaSuB) beantragen. Diese Anträge müssen rechtzeitig gestellt werden, ihre Bearbeitung dauert meist länger als an der Universität. Eventuell benötigen Sie auch noch Zeit, um in Widerspruch gehen zu können. Die erste Kontakmöglichkeit bei Anliegen rund um Prüfungen wäre die Adresse
    „PA-L@lasub.smk.sachsen.de“.

Formular zur Beantragung von Nachteilsausgleichen

Um Ihnen das Formulieren des Antrags auf Nachteilsausgleich zu erleichtern, stellen wir Ihnen ein Formular zur Verfügung. Das ausgefüllte Formular reichen Sie zusammen mit einem geeigneten Nachweis rechtzeitig bei Ihrem Prüfungsausschuss ein. Es ist auch weiterhin möglich, formlose Anträge zu stellen. Bitte orientieren Sie sich jedoch an den Inhalten des Antragformulars.

Download Formular Nachteilausgleich – Das Formular kann direkt am Rechner ausgefüllt und ausgedruckt werden.

Geeignete Nachweise

Für Ihren an einen Prüfungsausschuss der Universität Leipzig gerichteten Antrag auf Nachteilsausgleich benötigen Sie einen geeigneten Nachweis. Dazu zählen:

  • Fachärztliches Attest mit Ihrer Diagnose oder
  • Fachärztliches Attest ohne genaue Diagnose, jedoch mit der Aufführung der Folgen für Ihr Studium beziehungsweise für die Prüfungen, die aus Ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung entstehen oder
  • Stellungnahme der Senatsbeauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen: Auf Grundlage Ihrer fachärztlichen Unterlagen und einer persönlichen Beratung wird eine Stellungnahme erstellt, in der die Folgen Ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung auf Ihr Studium beziehungsweise die Prüfungen aufgeführt werden. Die Diagnose wird dabei nicht genannt. Diese Stellungnahme können Sie als alleinigen Nachweis Ihrem Antrag auf Nachteilsausgleich beifügen.

Nachteilsausgleich: Bevorzugte Einschreibung

Formlose Anträge zur bevorzugten Einschreibung in teilnehmerbegrenzte Module bzw. Lehrveranstaltungen der Philologischen Fakultät richten Sie bitte per E-Mail an das Studienbüro. Nutzen Sie hierfür die Adresse

Semesterplanung-Philo@uni-leipzig.de

und stellen Sie Ihre Anfrage unbedingt von Ihrem universitären E-Mail-Konto.

Damit Ihr Anliegen bestmöglich bearbeitet werden kann, benötigen wir folgende Angaben und Unterlagen:

  • Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer
  • Die Nummer des Moduls, in das Sie bevorzugt eingeschrieben werden wollen
  • Den genauen Termin der Lehrveranstaltungen, die Sie besuchen möchten
  • Die Bestätigung des jeweiligen Prüfungsausschusses, dass von Ihnen der spezifische Nachteilsausgleich „Bevorzugte Einschreibung“ in Anspruch genommen werden darf.
  • Ihre Zustimmung bzw. Ihren Wunsch, dass wir die Dozierenden darüber unterrichten, dass Sie aufgrund der Ursache des Nachteilsausgleiches besondere Studienbedingungen in Anspruch nehmen werden. (Beispiele: Hinweis auf das Mitbringen eines Begleithundes; Notwendigkeit eines bestimmten Sitzplatzes im Raum; usw.) Ohne Ihre ausdrückliche Freigabe werden wir diese Information nicht weitergeben.

Weitere Informationen und Beratung

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Senatsbeauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen:

www.uni-leipzig.de/studium/beratungs-und-serviceangebote/studieren-in-besonderen-lebenslagen/studieren-mit-beeintraechtigung/

sowie auf den Seiten des Gleichstellungsbüros der Universität Leipzig:

www.gleichstellung.uni-leipzig.de/diversitaet/inklusion/

Für eine Beratung können Sie sich an die jeweiligen StudienberaterInnen Ihres Instituts wenden. Eine Übersicht über die Ansprechpartner der Philologischen Fakultät finden Sie auf unserer Themenseite Studienfachberatung.